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Vietnam - Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt ...

Eine kurze Einführung

Vietnam Der Begriff 'Vietnam' bedeutet etwa soviel wie 'das verstoßene Volk'.

Vietnam liegt am Südchinesischen Meer und besitzt eine Länge von mehr als 1600 Kilometern. An seiner schmalsten Stelle, einen unfruchtbaren Küstenstreifen von 60 Kilometer Breite, befindet sich etwa die Mitte des Landes - etwas oberhalb und unterhalb des 17. Breitengrades. Hier in den Niederungen des Unterlaufes des Roten Flusses im Norden und die des Mekong im Süden verlief einst die Grenze zwischen Nord- und Südvietnam.

Vietnam ist seit 1976 wiedervereint. Das Land hat aber bis heute an den Hinterlassenschaften der Kolonialmächte und einer Reihe von blutigen Kriegen noch zu leiden.

Zwei große Bürgerkriege, zweifache Teilung des Landes und fast einhundertjähriger Unterjochung durch französische Kolonialherren konnten die historische, sprachliche und kulturelle Einheit von Vietnam nicht verhindern.

Die Vietnamesen bilden die größte Bevölkerungsgruppe, die in den Flussniederungen und an der Küste leben - zahlreiche ethnische Minderheiten wurden in den Norden und Westen verdrängt.

Die verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Systeme der letzten Jahrhunderte und die vielen Kriege haben das Land und seine zahlreichen Bevölkerungsgruppen geprägt. Die Folge war ein sogenannter Nord-Süd-Konflikt bei dem es zu Bürgerkrieg, Landesteilung und eine gewaltsame Wiedervereinigung kommen musste.

Im Laufe der Geschichte besiedelten 90 Prozent der Vietnamesen - ein Volk von Bauern - die Tiefländer und Küstenebenen mit ihren närstoffreichen und fruchtbaren Böden, welche kaum ein Drittel der Landesfläche ausmachen.

Um die wirtschaftliche Zukunft Vietnams zu stabilisieren, muss auch die landwirtschaftliche Erschließung und die gleichmäßigere Verteilung der Bevölkerung in die Hügel- und Gebirgsländer erfolgen.


Geschichtliches über Vietnam


Einst siedelten die Vietnamesen ursprünglich im Süden von China, wurden aber dann von den Chinesen im 4. Jahrhundert v. Chr. nach Süden hin abgedrängt. Bei ihrem Marsch in ein anderes Gebiet wurden sie von den dort ansässigen Völkern bekämpft, weil diese nicht bereitwillig waren, ihre Heimat kampflos preiszugeben.

Im Laufe der 2000-jährigen Geschichte Vietnams kam es zu vielen Kriegen, zwischen denen es nur kurze Friedenszeiten gab. Nachweisbare Zeugnisse vietnamesischer Kultur stammen aus Jahrhunderten vor Beginn der Zeitrechnung - aus dieser Epoche der Geschichte Indochinas ist nur sehr wenig bekannt.

Chinesen eroberten heutige nördlich Vietnam bis zum 17. Breitengrad 111 v. Chr. Das eroberte Gebiet wurde als Provinz dem Reich angegliedert. Vietnamesische Bauern versuchten immer wieder das Joch der Fremdherrschaft zu beseitigen. Als sich bei den Chinesen ein neu erwachtes Selbstbewusstsein der Freiheit durchsetzte, gelang es auch den Vietnamesen ihre Freiheit wiederzuerlangen.

Es kam zu keinen Frieden. Denn jetzt versuchten verschiedene Feudalfamilien die Macht an sich zu reißen. Auch fortwährende Angriffe der Chinesen mussten abgewehrt werden. Als vorletztes Herrschergeschlecht konnte sich die Lê-Dynastie von von 1428 bis 1789 die Macht in ihren Händen behalten.

Das Siedlungsgebiet am Roten Fluss war so sehr überbevölkert, dass erneut Vietnamesen eine Marsch nach Süden begannen. Dabei zerschlugen sie das Reich der Cham und das der Khmer.

Mit der Ankunft der ersten Europäer im 18. Jahrhundert kam es erneut zu Konflikten. Bauernaufstände wie das der Brüder Tây So'n, die das Land spalteten, folgten. General Nguyên Anh ließ sich zum Kaiser ausrufen und gründete die Nguyên-Dynastie. Sie konnte sich bis zum Ende des 2. Weltkrieges halten, als es dann zu Christenverfolgungen kam, veranlaßte dies Napoleon III. das Land zu besetzen. 1887 schloss man Vietnam mit anderen Protektoraten zur Föderation Indochina unter französische Herrschaft zusammen.

Widerstandskämpfer unter Ho Chi Minh gründeten Mitte des 20. Jahrhunderts die 'Front für den Kampf um die Unabhängigkeit Vietnams. Ho Chi Minh rief am 2. September 1945 in Hanoi die Demokratische Republik Vietnam aus.

Verhandlungen in Paris wurden abgebrochen, die französische Marine beschoss Haiphong und weitere Vorfälle führten dann zum Ersten Indochinakrieg von 1946 bis 1954. In Dien Bien Phu erlebten die Franzosen eine militärische Katastrophe. Es kam zur Genfer Konferenz, auf der die Unabhängigkeit und die Teilung Vietnams am 17. Breitengrad beschlossen wurde.

Die USA und weitere westliche Staaten unterstützen die Republik Südvietnam, in der 1957 ein Guerillakrieg ausbrach, der auf die Nachbarländer Kambodscha und Laos übergriff. Als immer mehr reguläre nordvietnamesische Truppen unterstützend für den Vietcongs eingegriffen, antworteten die USA Luftangriffen und bombardierten sogar nordvietnamesische Städte. Der 2. Indochinakrieg - Vietnamkrieg - war ausgebrochen, der von 1964 bis 1975 dauerte. Auch diesmal endete der Krieg für die Interventionstruppen - aus den Vereinigten Staaten - mit einer totalen Niederlage.

Die Amerikaner haben in dieser Zeit mehr als 2 Millionen Tonnen Bomben auf die Vietcong abgeworfen - mehr als Während des 2. Weltkrieg auf Europa und Japan zusammen.

Bei Brandrodungen kann es immer noch vorkommen, das Blindgänger explodieren und Todesopfer zu beklagen sind. Auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad verdienen arme Landbewohner an den Schrott der Granaten.




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