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Siena - Palazzo Pubblico, Torre del Mangia, Museo Civico, Il Campo, Museo dell'Opera del Duomo, Piazza del Duomo, Duomo ...

Siena liegt ca. 50 km südlich von Florenz und ca. 185 km nordwestlich von Rom auf drei Hügeln über dem Tal der Elsa.

Die Stadt ist in drei Teile - den sogenannten Terzi - gegliedert, die sich wiederum in 17 Stadtteile - den sogenannten Contrade - aufteilen.

Von einer mächtigen Stadtmauer wird die Altstadt umringt, die seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Typisch sind in Siena die rotbraunen Backsteinhäuser und die strikten Bauvorschriften, die der Stadt ein perfektes Straßenbild verleihen.

Im Zentrum der Stadt liegt die Piazza del Campo - kurz Il Campo genannt, auf die acht Straßen münden und auf der man bei einem Spaziergang durch die Stadt früher oder später einmal treffen wird.

Zweimal jährlich und zwar am 2. Juli und am 16. August findet auf dem Platz das historische Reiterfest - der Palio delle Contrade - statt. Bei diesem Spektakel wetteifern die Bewohner der contrade - der Stadtviertel - um ihre Ehre.

Palio delle Contrade - das historische Reiterfest


mehr zu den Festlichkeiten erscheint auf einer separaten Webseite.


Sienas Universität gehört zu den ältesten von Italien. Es gibt in der Stadt noch eine Universität für Ausländer und eine international anerkannte Musikhochschule, die sich im Palazzo Chigi-Saracini befindet.

An der Stadt führte einst die Via Cassia vorbei.

Siena gehört zu den schönsten Städten der Toskana. Florenz ist die Stadt der Reniassance und Siena die der Gotik, die zahlreiche Bauwerke und Kunstschätzen aufzuweisen hat.


Etwas aus der Geschichte von Siena


Siena hat eine andere Geschichte als andere große toskanische Städte. Sie ist nicht auf die Etrusker oder Römer zurückzuführen, denn Siena wurde erst 751 erstmals urkundlich erwähnt.

Zu dieser Zeit herrschten die Langobarden in der Region, die Siena zu ihren Sitz machten.

Jahrhundertelang kämpften Adlige und die Angehörigen eines christlichen Standes um die Macht über Siena. Dann gewann die Gemeinschaft und der Bischof wurde 1147 aus der Stadt vertrieben.

In den darauffolgenden Jahren kam es zu einer schnellen Entwicklung, der Handel florierte und Siena wurde zu einer reichen Stadt.

Aber die Rivalität zwischen Siena und Florenz war stets der Auslöser für Streit und Krieg. Den Höhepunkt dieser Streitigkeiten wurde in der Schlacht von Montaperti 1260 erreicht. Bei dieser Schlacht errang Siena den größten Sieg über die Florentiner und in der Geschichte. 10.000 ihrer Feinde starben auf dem Schlachtfeld und 15.000 kamen in Gefangenschaft.
1269 siegten die Florentiner über die Siener bei der Stadt Colle di Val d'Elsa.

Diesen Jahren folgten welche, in der die Stadt politische Sicherheit erreichte und der Wohlstand sich wieder einstellte. Siena erlebte eine Blütezeit und die Stadt erhielt das Aussehen wie wir es heute kennen.

Nochmals folgte zwischen 1554 und 1555 nach diesen glücklichen Jahren von Siena eine kurze schlechte Zeit. Nämlich als die Stadt von florentinischen und spanisch-kaiserlichen Truppen belagert wurde. Am 21. April 1555 kapitulierte Siena.

1559 musste der siegreiche spanische Kaiser die Stadt wegen Kriegsschulden an den Medici Cosima I. veräußern. Bis zur Staatsgründung 1861 blieb Siena als Großherzogtum Toskana in dessen Besitz.


Die Sehenswürdigkeiten in Siena


Siena hat eine autofreie Innenstadt. Von den Parkplätzen bringt ein Elektrobus-Zubringersystem die Besucher zu den Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt.

Im Zentrum der Stadt befindet sich die halbkreisförmige weltberühmte Piazza del Campo, die von noblsten Palästen eingerahmt wird. Zu ihnen gehört der Palazzo Pubblico - das Rathaus - mit seinem 102 Meter hohen Torre del Magia.


Piazza del Campo


Palazzo Pubblico

Der Palazzo Pubblico mit seiner rot leuchtenden und zinnenbewehrten Fassade und den dreigeteilten Fenstern, die Spitzbögen umrahmen, stammt aus dem 13. Jahrhundert und beherbergt heute das Museo Civico - das Stadtmuseum, das zahlreiche berühmte Fresken vorzeigen kann. Zwei von ihnen seien hier genannt: Das Fresko "Maestra" um 1315 entstanden, zeigt eine thronende Madonna und das Fresko "Guidoriccio da Fogliano" um 1329 gefertigt, zeigt den Anführer der Sieneser als Reiter. Beide Freskos sind durch den Maler der Gotik, Simone Martini, entstanden und sind im Saal der Landkarten - dem Sala del Mappamondo - ausgestellt. Hier trafen sich auch der Rat der Stadt.
Der andere Teil des Rathauses wird seit 700 Jahren von den Rathausbeamten beansprucht. Der Palazzo Pubblico gilt als das schönste öffentliches Gebäude im gotischen Stil in der Toskana
Der Torre del Magia wurde erst im 14. Jahrhundert errichtet. Wer hinauf will, muss 503 Stufen bewältigen, hat aber dann einen super Ausblick. Er ist wie das Museum geöffnet.

Die Piazza del Campo selbst

Rings um der halbkreisförmigen Piazza del Campo gibt es zahlreiche Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen.
Der Palazzo Pubblico liegt am tiefsten Punkt des Platzes. Im Zentrum erhebt sich der schönste Brunnen von Siena aus dem 15. Jahrhundert - der Fonte Gaia. Er ist rechteckig, leuchtet smaragdfarben und besitzt reiche Verzierungen.


Palazzo Piccolomini


Der Palazzo Piccolomini liegt nordöstlich der Piazza del Campo in der Via Banchi di Sotto. In ihm ist das Museo delle Tavolette di Biccherna, das die sogenannten Tavolette - bemalte kleine Holztäfelchen - die seit dem 13. Jahrhundert von Sieneser Künstlern als Verwaltungsregister der Finanzverwaltung der Stadt anfertigten worden.

Im Palast ist zudem das Stadtarchiv Sienas untergebracht.


Piazza del Duomo und Dom


Der Dom in Siena mit seiner scharz-weiß gestalteten Fassade
Der Dom in Siena
Die Piazza del Duomo liegt südwestlich von der Piazza del Campo und ist beispielsweise über die Via del Pellegrin und Piazza S. Giovanni zu erreichen.

Auf dem Domplatz steht das wohl herausragendste und zum anderen bedeutendste gotische Sakralbauwerk von Italien - der Dom Santa Maria. Seine Fassade bestehend aus abwechselnden schwarzen und weißen Streifen aus Marmor.

1210 wurde am höchsten Punkt der Stadt mit dem Bau begonnen. Mehrere Um- und Anbauten folgten in den Folgejahren bis zu seiner letzten Erweiterung im Jahre 1339. Diese allerdings sollte den Dom zum größten Bauwerk ganz Italiens machen. Dazu sollte in die neue, größere Kirche das bestehende Querhaus integriert werden. Bautechnische Probleme und Geldmangel waren daran Schuld, dass dieses bauliche Großprojekt nie fertiggestellt wurde. Zu sehen sind heute das nördliche Seitenschiff, in ihm befindet sich das Dommuseum, und die unvollendete Ostfassade - die wegen ihrer Dimensionen Il Facciatone = Große Fassade - genannt wird.

Im Dom ist der Marmorfußboden bestehend aus 50 Marmorintarsien, die vor allem religiöse Ereignisse wie beispielsweise Szenen aus dem Neuen Testament darstellen. 40 Künstlern fertigten sie, die älteste Intarsie stammt aus dem Jahre 1369. Leider sind diese Abbildungen zum Schutz vor Abnutzung verdeckt und werden nur selten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, so beispielsweise zwischen August und Oktober und manchen Samstagabend.

Aber nicht nur der Marmorfußboden ist sehenswert, sondern auch der Piccolomini-Altar, gefertigt von Andrea Bregno im Jahre 1481. Nahe des Altars liegt der Eingang zur Piccolomini-Bibliothek, das Kardinal Franceso Piccolomini - der spätere Papst Pius III. in Auftrag gegeben hat. Kunsthistorisch bedeutsam ist auch die achteckige Kanzel von Nicola Pisano.

Wegen der steil abfallenden Abhänge liegt das Baptisterium unterhalb des Chors. Zwischen 1316 und 1325 wurde es errichtet und mit schönen Fresken und einem Marmortaufbecken mit Reliefs aus dem 13. Jahrhundert ausgeschmückt.

2001 wurde bei Restaurierungsarbeiten die Krypta entdeckt. Sehenswert sind die überaus bemerkenswerten Wandmalereien.


Museo dell'Opera


Seit dem Jahre 1870 ist das Museo dell'Opera im unvollendeten Seitenflügel des Domes untergebracht. Im Museum befinden sich viele kirchliche Kunstgegenstände. Das wertvollste Ausstellungsstück ist das ehemalige Marien-Hochaltarbild "Maestà", das von Duccio 1311 angefertigt wurde.

Wenn man einmal das Dommuseum besichtigt hat, sollte man auch gleich noch die nicht fertiggestellte Fassade Il Facciatone mit großer Panoramterrasse anschauen und ein Blick auf Siena genießen.

Nahe der Kathedrale erhebt sich der Museumskomplex Complesso Museale Santa Maria della Scala, der zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert ein Hospital gleichen namens beherbergte.
In ihm ist heute das Archäologische Museum mit vor allem etruskischen und römischen Relikten und ein Zentrum zeitgenössischer Kunst mit einer Dauer- und einer wechselnden Ausstellung untergebracht.
Sehenswert sind auch die Räumlichkeiten des Hospitals, dass auch als Waisenhaus und Pilgerstätte diente. Im Pilger- und Krankensaal befinden sich bemerkenswerte Fresken, die von bedeutenden Sieneser Künstlern aus dem 15. Jahrhundert angefertigt worden. Gezeigt auf diesen Bildern wird die Gründungsgeschichte der Einrichtung.

Folgt man vom Domplatz aus der Via di Capitano erreicht man die Ecke Via S. Pietro und Via di Citta - die Haupteinkaufsstraße Sienas, wo sich der Palazzo Chigi-Saracini erhebt. Im mittelalterlichen Palast mit seinen berühmten Sieneser Bogenfenstern und wuchtigem Eckturm befindet sich heute die international anerkannte Musikhochschule.

Geht man die Via S. Pietro weiter, kommt man zur Pinakothek von Siena, die Pinacoteca Nazionale die Siena. Im Palast Buonsignori aus dem 15. Jahrhundert werden in vier Stockwerken Gemälde aus dem 13. bis 16. Jahrhundert ausgestellt.

Im Norden des Piazza di Campo an der Ecke Via Banchi di Sopra Via dei Rossi steht der Palazzo Salimbeni, ein Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert, welches seit 1472 der Hauptsitz der Bank Monte dei Paschi di Siena - der ältesten Bank der Welt - ist. Sie ist bis heute die größte Kreditanstalt von ganz Italien. Im Besitz der Bank befindet sich eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken aus dem 14. bis 19. Jahrhundert. Interessant als Dokument ist die Gründungsurkunde des Geldinstitutes und zahlreiche weitere wertvolle Papiere.

In der Via Costa di Sant'Antonio steht das Geburtshaus der Heiligen Katharina von Siena - das Casa di Santa Caterina, dass in eine Gedenkstätte mit Oratorien umgewandelt wurde. In ihnen sind Gemälde unter anderen mit der Darstellungen aus dem Leben der Heiligen zu sehen. Die Chiesa dell Crocifisso errichtete man im ehemaligen Garten des Gebäudekomplexes.

Sehenswürdigkeiten
Logo  Torre del Mangia - 102 Meter hoch
Logo  Museo Civico
Logo  Dom Santa Maria
Logo  Museo dell'Opera del Duomo
Logo  Archäologische Museum im Complesso Museale Santa Maria della Scala
Logo  Pinakothek von Siena - Pinacoteca Nazionale die Siena
Logo  Palazzo Salimbeni - Bank Monte dei Paschi di Siena
Logo  Geburtshaus der Heiligen Katharina von Siena - Casa di Santa Caterina
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