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Pavia - Certosa di Pavia - Kartause von Pavia, San Michele, Duomo, Castello Visconteo, San Pietro in Ciel d'Oro ...

Wenn in Italien Richtung Süden fahren, sollten Sie auf jeden Fall einen Stopp in Pavia inmitten der Poebene einlegen und die Certosa di Pavia - dt. Kartause von Pavia - besuchen.

Die Certosa di Pavia ist ein weltberühmter Gebäudekomplex nördlich der Stadt bestehend aus Kirche, Mausoleum und Kloster. Es wurde von Gian Galeazzo Visconti 1396 gegründet.

Der Gebäudekomplex zeigt vier Jahrhunderte lombardischer Sakralkunst zu einem Bauwerk vereint. Im 15. Jahrhundert entstanden das Hauptgebäude, der erste Stock der Fassade und die Erweiterung und Ausschmückung der Kreuzgänge. Chorschranke und übrige Fassade folgten ein Jahrhundert später. Bildhauer und Maler schmückten nachfolgend zwei Jahrhunderte lang das Innere prachtvoll aus.

In dieser langen Zeit haben Künstler auf den gotischen Grundriß schmückende Details aus der Renaissance und des Barocks zu einem prachtvollen Ensemble miteinander verschmolzen lassen.

Im Gebäude stehen auch die Särge von Ludovico Visconti und seiner jungen Braut Beatrice d'Este. Die Deckel der Sarkophage zeigen sie in lebensgroßen Skulpturen in der Blüte ihres Lebens.

Die Kartäusermönche lebten in 23 vom Großen Kreuzgang abgehenden Zellen hinter der Kirche. Diese Zellen waren Häuser bestehend auf zwei Stockwerken mit zwei Zimmern, eines davon war Loggia, das andere Schlafzimmer. Dem Schweigelübde unterworfen, lebten sie in völliger Abgeschiedenheit - selbst die Mahlzeiten wurden im Refektorium schweigend eingenommen.

Die im Jahre 1361 gegründete Universität ist auch heute noch eine der angesehensten Lehranstalten des Landes. Mit ihrer Hilfe wuchs die Stadt rasch zu Ruhm, so dass sie vom 6. bis zum 8. Jahrhundert sogar einmal Hauptstadt der Lombardei wurde.

In der Via Diacono steht die 1155 geweihte Kirche San Michele, in ihr wurde neben Friedrich I. Barbarossa viele weitere deutsche Herrscher zum König von Italien gekrönt. Der Innenraum ist noch im schlichten romanischen Stil gehalten, nur die Säulen sind reich verziert.

Wenn Sie von San Michele aus die Strada Nuova überqueren, gelangen Sie zum Dom - Duomo. Er vereint Stilrichtungen aus vier Jahrhunderten. Der nicht fertiggestellte sakrale Bau wurde von Bramate und Amadeo errichtet und im 19. Jahrhundert durch die riesige Kuppel und Fassade ergänzt.

An der Universität studierte einst der berühmte Alessandro Graf Volta, der die elektrische Spannung entdeckte.

Die quadratische Festung - Castello Visconteo - aus dem 14. Jahrhundert liegt am Ende der Strada Nuova. Sie beherbergt ein Museum, in dem eine Sammlung lombardischer Skulpturen und Funde aus Pavias vorromanischer Zeit sehenswert sind. Von den einst 100 Türmen, die die Stadt umgaben, existieren nur noch wenige.

Im Westen der Festung erhebt sich eine kleinere lombardisch-romanische Kirche als San Michele - San Pietro in Ciel d'Oro, in ihr gibt es über dem Hauptaltar einen im lombardischen Stil verzierten Rundbogen, der die Gebeine des heiligen Augustinus enthalten soll. Es ist ein Meiserwerk des Bildhauers Balduccio aus dem 14. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten
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