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Kairo - die Hauptstadt von Ägypten


Das alte Kairo - Stadt der ca. 400 Minarette


Kairo
Kairo - Mohamed Ali Moschee. Sie wird
auch als Alabastermoschee bezeichnet
Kairo breitet sich am Fuße der Zitadelle aus, die einst Saladin im 12./13. Jahrhundert errichten ließ. In Kairos Altstadt hat jede Dynastie ihre Spuren hinterlassen.

Eroberer von Ägypten gab es viele. Araber eroberten das Land am Nil um 640 n. Chr. und ein Jahr später gründete Fustat Alt-Kairo. Es waren tolerante Herrscher, die Ägypten regierten, aber sie herrschten auch aus der Ferne.

Ihnen folgten die Dynastie der Tulumiden, die einst in Kleinasien beheimatet waren. Dann eroberten die Fatimiden über Tunesien erst Maghreb bevor sie 969 in Ägypten eindrangen. Der Kurde Saladin gründete die Dynastie der Aijubiden und regierte über Ägypten von Damaskus aus. Ab 1250 übernahmen die Mamelukken die Herrschaft bis 1516/1517 das Land in türkische Herrschaft kam und bis 1798 eine Provinz blieb. Ägypten nahm alle diese fremden Kultureinflüsse auf und vereinigte sie.

"Nur" etwa 400 Minarette sind in Kairo zu bewundern. Die Amrmoschee ist die älteste Moschee in Kairo und zugleich auch in ganz Ägypten. Am Rand der Fustat wurde sie errichtet und im Laufe der Zeit mehrfach nach Bränden und Erdbeben wieder aufgebaut. Die nach dem Gründer der Tulunidendynastie benannte Ibn-Tulun-Moschee, ein Backsteinbau mit Pfeilern statt Säulen, überstand nahezu unversehrt mehr als 1100 Jahre.

Letztgenannte Moschee zeigt zweifelsohne mesopotamische Architektur. Die reiche Dekoration der Kapitelle und Friese besitzt starke Merkmale koptischer Künstler.

Kairo
In der Alabastermoschee
Die Fatimiden-Dynastie, die von 969 bis 1171 bestand, löste die Bindung zu Bagdad und gründete ein schiitisches Gegenkalifat. 969 gründeten sie noch eine neue Hauptstadt - Misr el-Kahira - das = "Stadt des siegreiches Mars" bedeutet.

Das Zentrum dieser Stadt lag bei der heutigen El-Ashar-Straße, von hier verlief eine Avenue zu den bedeutendsten Bauwerken. Die drei großen Stadttore Bab el-Futuh, Bab en-Nasr und Bab rz-Zuweila stammen auch aus dieser Zeit.

Das bedeutendste Bauwerk aus der Fatimidenzeit ist die El-Ashar-Moschee mit ihren Marmorarkaden, die seit 988 auch Universität ist. Anfangs gab es nur juristische und theologische Fakultäten. Ab dem Jahre 1961 gibt es alle die Fachbereiche, die auch andere Unis anbieten.

Die von den Fatimiden als Söldner mitgebrachten Mamelukken kamen nach dem Tod von Saladin - im Jahre 1250 - in den Besitz der Macht, was interne Machtkämpfe auslöste.

In ihrer Zeit entstanden in Kairo einige bedeutende Baudenkmäler. Die architektonischen Einflüsse stammen aus Mesopotamien, Anatolien und Syrien. Der Stil zeigt zum einen ungegliederte Flächen, denen reich verzierte Portale, Galerien und Kuppeln gegenüber stehen.

Von 1517 bis zu Anfang des 19. Jahrhuinderts war Ägypten Provinz des Osmanischen Reiches und hatte unter diesen Einfluss schwer zu kämpfen. Unter der Herrschaft Mohammed Ali kam es zu Reformaen und zum Aufschwung, obwohl Ägypten bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs weiterhin unter osmanischer Hoheit blieb.

1830 erhielt ein türkischer Architekt den Bauauftrag für die Mohammed-Ali-Moschee. Als Alabastermoschee des Mohammed-Ali ist sie heute ein Wahrzeichen von Kairo.


Das Ägyptische Museum


Kairo - Ägyptisches Museum
Google Maps zeigen das Museum
(Siehe dazu unten)
Das Ägyptische Museum befindet sich auf der Ostseite des Nils zwischen den Straßen Ramses im Norden und Wasim Hasan im Süden und der Nile Corniche im Westen und der Meret Basha im Osten. Nördlich des Museums verläuft die Brücke - 6.-Oktober-Bridge, die mittlere von drei Brücken, die die Ostseite mit der Westseite Kairos über die Insel der Kunst und Kultur verbindet.

Das Ägyptische Museum wurde 1902 eröffnet und zeigt die größte Sam mlung von Schätzen aus der Zeit vor, während und nach den Pharaonen - die Geschichte aus 5.000 Jahren.

Im Erdgeschoss des Museums sind bedeutende Werke der Reliefkunst und Rundplastik ausgestellt. Sie wurden vom Eingang aus im Uhrzeigersinn chronologisch angeordnet und zeigen u. a. die Palette des Narmer um das Jahr 3000 v. Chr.

Kairo - Ägyptisches Museum
Goldmaske des
Tutanchamun
Die Statue des Djoser steht direkt links neben dem Eingang. Statuetten von Gräbern der Beamten und Diener sind im nächsten Gang zu sehen, wo sich auch die Mykerinos-Triade aus Gizeh befindet.

Die nachfolgende Galerie zeigt in ihren Räumen die Falkenchephren, die Holzfigur des Ka-aper und die Grabmalerei der Gänse von Meidum. Vom Erbauer der Cheops-Pyramide gibt es nur ein erhaltenes Bildnis - eine winzige Elfenbeinfigur. Statuen von Sesostris III. und Amenemhet III. sind Zeugnisse aus der ersten Hälfte des 2. Jahrtausend v. Chr., die für diese Zeit charakteristische Elemente zeigen.

Im Übergang zum hinteren Quergang, der vor allem Werke der Amarna-Zeit präsentiert, erhebt sich eine Löwenfigur - auch ägyptische Sphinx genannt - mit dem menschlichen Kopf der Königin Hatschepsut und ein Kopf einer Kolossalstatue.
Im Quergang werden Malereien, Reliefs und Statuen von Echnaton und seiner Frau Nofretete aus der Zeit der sich wandelnden Kulturepoche anschaulich dargestellt.

Kairo - Ägyptisches Museum
Der innere Goldsarg
Die Galerie rechts des Eingangs präsentiert Zeugnisse aus der Zeit des 8. Jahrhunderts v. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr.

Wuchtige Denkmäler sind im Innenhof zu bestaunen.

Hier verlassen wir das Erdgeschoß und wenden uns dem Obergeschoß zu.

Es zeigt in der nördlichen und östlichen Galerie den vom Archäologen Howard Carter am 4. November 1922 im Tal der Könige entdeckten Grabschatz des Tutanchamun.

Besonders erwähnenswert aus dem Grabschatz des Tutanchamun sind:
- die zwei Wächterfiguren vor der zugemauerten Grabkammer
- ein vergoldetes Ritualbett mit Löwenköpfen
- mehrere Thronsessel - einer mit der fiktiven Darstellung des
  Königspaares (siehe Bild 3)
- ein Paradewagen
- Götterstatuen
- Goldsärge des Tutanchamun einschließlich dem inneren Goldsarg
- die berühmte Goldmaske
- zwei Holztruhen
- ...
Der goldene Thronsessel in der Gangmitte zeigt an seiner Lehne Tutanchamun mit seiner Gemahlin unter der Strahlensonne in einer typischen Darstellung aus der Amarna-Zeit. Hier heißt das Königspaar noch Tutanchaton und Anchesenpaaton, was die Datierung in die frühe Regierungszeit des Herrschers ermöglichte.

Es sind auch zwei Holztruhen zu bewundern. Eine davon ist mit Kampfszenen bemalt und beinhaltete prächtig verzierte Gewänder, drei Paar Goldsandalen, Schmuckstücke, eine Kopfstütze ... Die andere Truhe besitzt einen kunstvoll gefertigten Deckel aus Ebenholz und Elfenbein.

Kairo - Ägyptisches Museum
Bild 3 mit o. g. Thronsessel
In der hinteren Quergalerie sind die mit Goldblech verzierten Schreine um den Quarzitsarg des Tutanchamun angeordnet. Hier sind auch die Goldmaske, der innere Goldsarg und königlicher Schmuck ausgestellt.

Die Westgalerie zeigt unterschiedlichste Sargmodelle vom einfachsten Kastensarg bis zum beschnitzten oder bemalten mit gewölbten oder mumienförmigen Deckel aus mehreren Jahrhunderten.

Im südöstlichen Teil des Obergeschosses werden Pharao- und Tiermumien gezeigt. Der Trakt oberhalb des Einganges präsentiert Särge von Juja und Tuja, den Eltern der Mutter von Echnaton und die verzierten von Aschait und Kawit, zwei Gemahlinnen von Mentuhotep aus dem Beginn des Mittleren Reiches und weitere verschiedene und beeindruckende Gegenstände.


Gesiret el-Bulaq oder El-Gesira = "die Insel" - Die Insel für Kultur und Kunst


Durch Nilschlamm entstand die 2 Kilometer lange und 800 Meter breite Insel am Ende des 18. Jahrhunderts. Ismail erschloss die Insel und der Pariser Gartenarchitekt Barillet-Deschamps ließ nach seinen Plänen im Westen der Insel den Fischgarten mit seinen grottenartigen Aquarien entstehen.

Zur Eröffnung des Suez-Kanals beauftragte Ismail den deutschen Architekten Karl von Diebitsch mit der Errichtung eines Palastes mit erlesenem Luxus nahe dem Zentrum der Insel. In ihm weilte während dieser Feierlichkeiten die französische Kaiserin Eugénie. Heute ist der elegante Palast der Mittelpunkt des Luxushotels Marriott, in dem die Originalgegenstände aus der Gründerzeit liebevoll aufbewahrt werden.

...


Das neue Kairo - Moderne Metropole im Land am Nil


Kairo
Kairo - Teilansicht der
ägyptischen Hauptstadt
Kairo, die ägyptische Metropole der über 400 Minarette, erlebt alltäglich auf ihren Straßen und Gassen ein Verkehrschaos und ein Menschengewühl. Wolkenkratzer aus Beton und Stahl und der 187 Meter hohe Kairoturm haben bis heute der Stadt noch nicht das ersehnte Gepräge einer modernen Großstadt geben können.

Auch das rapide Wachstum konnten die Städteplaner nicht in geordnete Bahnen bringen. Laut offizieller Statistik kommen im Stadtteil Bab el-Charia 120.000 Einwohner auf den Quadratkilometer. Ob diese Zahl stimmt oder noch viel höher liegt, konnte bisher nicht ermittelt werden.

Eins ist auf jeden Fall gewiß und zwar das, dass über die Hälfte der ägyptischen Bevölkerung in Städten wohnt, um den hoffnungslosen wirtschaftlichen Elend auf dem Land zu entgehen.

In Kairo, einer der bedeutendsten Städte der dritten Welt, wachsen ohne städteplanerisches Konzept Wolkenkratzer in den Himmel, aber eins versucht man zumindest der Stadt einen westlichen Flair zu verleihen. So sind Bahnhöfe, Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser und ein Opernhaus entstanden, aber die Häuser, die ohne Genehmigung gebaut werden, schaden der Stadt.

Ägypten muss heute zwei entscheidenden Probleme bekämpfen. Zum einen die stetige Landflucht stoppen und die Bevölkerungszunahme in den Griff bekommen.

Sehenswürdigkeiten nochmals zusammengefasst:
Logo  Zitadelle
Logo  Amrmoschee
Logo  El-Ashar-Moschee
Logo  Ibn-Tulun-Moschee
Logo  Mohammed-Ali-Moschee
Logo  Ägyptisches Museum


Bildquelle:
Google Map 2018 - für das Satellitenbild
Bilder © 2018 DigitalGlobe.Kartendaten © 2018 Google.ORION-ME
Ich hoffe, dass diese Daten reichen, um einer Abmahnung zu umgehen.



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