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Hanau - Wilmhelmsbad, Schloss Philippsruhe, Deutsches Goldschmiedehaus

Hanau wurde im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört.

Die Stadt war Sitz der ersten deutschen Fayencemanufaktur und viel bekannter als Geburtsort der Gebrüder Grimm.

Ein Bronzedenkmal auf dem Neustädter Marktplatz erinnert an die beiden Sprachwissenschaftler und Begründer der wissenschaftlichen Germanistik sowie Sammler der Kinder- und Hausmärchen.

Hanau gilt auch seit Jahrhunderten als Zentrum des Goldschmiedegewerbes.


Wilmhelmsbad

Wilhelmsbad liegt etwa 2 Kilometer nordwestlich von Hanau in einem Park gelegen. Das Bad wurde über einer im Jahre 1709 entdeckten Heilquelle im Auftrag von Erbprinz Wilhelm von Hessen-Kassel im Zeitraum von 1777 bis 1782 errichtet.

Den Mittelpunkt der Anlage bildet das Kurhaus mit symmetrisch angeordneten Nebengebäuden. Gleich daneben liegt der Englische Garten mit seinen historisch nachgebildeten Bauten wie der künstlichen Burgruine mit Kettenbrücke über einer Schlucht und die Eremitage und das Karussell.

Der im Stil des Klassizismus errichtete Brunnentempel aus dem Jahre 1779 gilt als künstlerisch wertvoll. Er ist mit Figurenschmuck auf Dach und Balustrade verziert.

Auf dem Gelände befindet sich auch das 1983 eingerichtete Puppenmuseum.

Kulturhistorisch zählt Wilhelmsbad als die besterhaltene Kur- und Badelandschaft aus dem 18. Jahrhundert in Deutschland.

Schloss Philippsruhe

Schloss Philippsruhe liegt im Vorort Kesselstadt und ist eine zweigeschossige Barockanlage in Hufeisenform. Errichtet wurde es zwischen den Jahren 1701 und 1712 nach französischem Vorbild und im 19. Jahrhundert in seinem Aussehen stark verändert. Der Weiße Saal mit seinen Stukkaturen ist besonders sehenswert.

Im Schloss ist heute das Historische Museum mit heimat- und kulturgeschichtlichen Sammlungen wie auch die Hanauer Fayenten untergebracht.

Deutsches Goldschmiedehaus

Das Deutsche Goldschmiedehaus befindet sich im 1537 bis 1538 errichteten ehemaligen Altstädter Rathaus.

Zwei Fachwerketagen mit Erkern und aus Stein gearbeiteten hohen Treppengiebeln stehen auf einem massiven Erdgeschoss, dass ursprünglich aus einer offenen Halle bestand wie es einst einmal typisch war. Sie diente Mehl- und Tabakwaagen und einer Tabakpresse als Unterstand.

Das Sandsteinportal im Rokoko-Stil stammt von einem anderen Gebäude.

Evangelische Marienkirche

Auf dem Altstädter Markt erhebt sich die evangelische Marienkirche. Im 2. Weltkrieg zerstört, wurde die ehemalige Zisterziensterklosterkirche wieder aufgebaut. Bei der Neuerrichtung erreichte man aber nicht die Detailtreue einer gotischen Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert.

Die wertvollen Glasgemälde mit ihren Darstellungen der Mutter Gottes, des heiligen Georg, der Heiligen Sippe und weiterer Heiligen überlebten die Kriegsjahre.

Im Bereich des Chores sind einige Grabsteine sehenswert.

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