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Faro - Arco da Villa, Kathedrale, Kirche do Carmo = Karmelitenkirche mit Capela dos Ossos = Kapelle der Knochen ...


Faro Wer Faro mit dem Flugzeug besucht, sieht von der Luft nicht mehr als ein Häusermeer aus Beton und am Meer einen schmalen Sandstrand.

Von der alten Bausubstanz ist durch Erdbeben oder Kriege viel verloren gegangen, man sollte aber unbedingt der Stadt einen Besuch abstatten. Faro besitzt im Zentrum der Altstadt noch die Reste der alten Stadtmauer. Aus dem Baustil der Gotik hat nur sehr wenig überlebt, aber aus dem Barock ist noch eine große Bausubstanz vorhanden.

Wer vom Bahnhof oder vom Parkplatz kommt, sollte die Avenida República, die Praça d. Francisco Gomes und den Park entlang gehen und durch den Arco da Villa zur Hauptattraktion von Faro den Largo da Sé gelangen.

Der Arco da Villa ist ein Tor, dass von zwei ionischen Säulen flankiert wird, auf denen ein Glockenturm aufragt. Thomas von Aquin stellt die Figur in der Nische dar - den Schutzpatron von Faro, der im fr&uumL;hen 17. Jahrhundert die Stadt vor der Pest gerettet haben soll.

Der Largo da Sé ist der Platz vor der Kathedrale, der noch vom alten Bischofspalais und Rathaus gesäumt wird. Am besten betritt man die Hauptkirche durch das Westportal und sieht im Innern nur wenige Zeugnisse aus der Gotik. Dominierend wirken aber die kostbaren Fliesenmalereien aus dem 18. Jahrhundert, besonders schöne Motive befinden sich in der zweiten Seitenkapelle von links und in den beiden letzten links und rechts des Kirchenschiffes.

Faro - die Kathedrale In östlicher Richtung des Largo da Sé schließt sich die Praça Alfonso III. mit Standbild des Herrschers an, der die Mauren aus der Algarve vertrieb. Auf der Südseite des Platzes befindet sich das Gebäude Nr. 14, in dem das Archäologische Museum untergebracht wurde. In den Sälen des Renaissance-Klosters werden Gegenstände aus der prähistorischen Zeit bis hin zum Klassizismus präsentiert.

Die Praça Alfonso III. verlassen Sie durch den Arco de Repousa, wenden sich nach rechts in den Largo de São Francisco und steuern Sie auf die Kirche São Francisco zu. Nach Überquerung des schönen Innenhofes stehen Sie vor einer schlichten Fassade des Sakralbaus. Beim Betreten werden Sie von einer Fülle an prächtig vergoldeten und bunten Schnitzarbeiten überwältig sein. Sehenswert sind auch die sogenannten azulejos = ein Bild aus zumeist quadratischen, bunt bemalten und glasierten Keramikfliesen, die Szenen des heiligen Franziskus darstellen.

Beim Verlassen der Kirche wenden Sie sich der Rua de Caçadores zu und spazieren zur Praça Alexandre Herculano. Der Weg führt weiter auf die Praça da Liberdade, wo Sie das Volkskundliche Museum erwartet.

Es zeigt eine bemerkenswerte Sammlung zu Kultur und Alltagsleben der Algarve wie Artikel zum Fischfang, Bienenkörbe etc.

Nun könnte ein Bummel zur Fußgängerzone der Rua de Santo António anstehen, der größten Einkaufsstraße von Faro. Zur Erholung vom Schaufenstergucken laden Straßencafés ein.

Faro Gehen Sie nun in nördliche Richtung zur Rua José Estevão und erreichen die Kirche do Carmo = Karmelitenkirche. Die Kirche liegt mitten zwischen modernen Häusern und hat neben wunderschönen Schnitzereien in der Hauptkirche noch die bizzarste und makaberste Sehenswürdigkeit zu bieten - und zwar die Capela dos Ossos = Kapelle der Knochen.

Der Anblick der winzigen Kapelle hinten im Friedhof hinterläßt einen makabren Eindruck, denn die Wände sind mit Knochen und Schädeln von mehr als 1250 Menschen verkleidet.

Nordwestlich des Hafens kann man noch das Schifffahrtsmuseum im Gebäude der Hafenmeisterei ansehen.

Tipp  Wer Faro zur Hauptsaison besucht, sollte früh morgens dies tun. Sie haben weniger Probleme mit dem Parkplatz und müssen nicht so sehr unter der großen Hitze leiden. Die Kathedrale ist sowieso nur bis 12 Uhr geöffnet und die meisten anderen Sehenswürdigkeiten haben am Wochenende geschlossen.

Ausflugstipp  Praia von Faro
Von einer Anlegestelle am südlichen Hafen verkehren Fähren an die Praia von Faro, einen Strand zum Entspannen bzw. zur sportlichen Betätigung.

Sehenswürdigkeiten:
Logo  Arco da Villa
Logo  Kathedrale
Logo  Archäologische Museum am Praça Alfonso III.
Logo  Kirche São Francisco
Logo  Volkskundliches Museum
Logo  Kirche do Carmo = Karmelitenkirche mit Capela dos Ossos = Kapelle der Knochen
Logo  Schifffahrtsmuseum
Tipps & Infos

Touristen-Infos

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Wissenswertes

Verkehr

In Portugal gibt es Nationalstraßen, die am 11. Mai 1945 durch eine Verordnung festgelegt wurden. Ihr portugiesischer Name lautet "Estradas nacionais" = "EN". Ausgeschildert werden sie heute mit einem "N" und der Nummer schwarze Schrift auf weißem Grund.
Die N1 bis N18 umfassen die erste Klasse mit dem Zusatz "itinerarios principais", die N101 bis N125 gehören ebenso zur ersten Klasse, nur ohne Zusatz. Klasse 2 umfasst die N201 bis N270 und die Klasse 3 umfasst die N301 bis N398. Weiterhin gehören die Seitenäste der Straßen ("Ramais") zur dritten Klasse. Ihre Auszeichnung erfolgt durch die Stammstraßennummer dann folgt ein Bindestrich und hinter diesem eine fortlaufende Nummer.